Mittwoch, 17. Oktober 2007

Der Maler und Grafiker Heinrich Otto (1858 - 1923) - 5. Teil

Ein letzter Beitrag zu dem Wernswiger Maler Heinrich Otto. (Frühere Beiträge s. St. gen. - dort auch verwendete Literatur.) Die erste Abbildung ist der Zeitschrift "Hessenkunst" von 1920 entnommen, die mit 24 Werken von Heinrich Otto illustriert worden war. Dieses Heft ist bis heute die umfangreichste "Monographie" zu Heinrich Otto geblieben.

Das Geburtshaus von Heinrich Otto stand (und steht), wenn man es in der Literatur richtig versteht, in der Mittelgasse, in dem Haus, in dem sich noch später länger das Postamt befunden haben soll ("Alte Post"). Heinrich Otto wäre dann also nicht auf einem der größeren Höfe in Wernswig geboren worden, sondern auf einem sogenannten "Köter-Hof" (Haus-Nr. 36 nach einer früheren Zählung - siehe 1, S. 201).

An der Mittelgasse ist man selbst als Schulkind täglich morgens vorbei zur Schule gelaufen (in der Bahnhofsallee). Dabei war man sich dieses "Sohnes" von Wernswig nicht bewußt. Die Mittelgasse noch einmal in größerer Aufnahme.

Die nähere Umgebung von Wernswig (Bildmitte). Nach Norden zu in Verlängerung kommt die Stadt Homberg/Efze. Viele Bilder von Otto sind in der Landschaft südlich des Dorfes entstanden in der mehr bergigen Feldmark in Richtung Knüllgebirge, auch mit ihren diversen Bachläufen, die oft im Frühling dargestellt sind (siehe frühere Beiträge). Andere Bilder - so pflügende oder erntende Bauern - sind in der flacheren Landschaft nördlich und östlich des Dorfes entstanden mit Blick in Richtung Fritzlar und Homberg.

Im folgenden einige Werke, die nicht in Wernswig entstanden sind. Das Bild "Mondnacht" ist wohl nicht dort entstanden (- wegen des dort nicht vorhandenen Bergrückens im Hintergrund).








Zwei weitere Werke, entstanden im Rheinland. Otto lebte die meiste Zeit in Düsseldorf.


Zum Abschluß ein Werk des Zeitgenossen Otto Ubbelohde (Marburg), das auf der höchsten Erhebung des Knüllgebirges entstand, nicht weit von Wernswig entfernt. Mit Werken von Otto Ubbelohde wurde die Zeitschrift "Hessenkunst" ein Jahr später, 1921, illustriert.

Über den vor allem auch durch seine Märchen-Illustrationen bekannt gebliebenen Maler Ubbelohde liegt mindestens eine moderne Monographie vor. Da wird es Zeit, daß Heinrich Otto auch gewürdigt wird. Nächstes Jahr ist sein 150. Geburtstag.

Otto Ubbelohde hat, wenn man so will, "gefälliger" gemalt als Heinrich Otto, deshalb ist ihm in nachfolgender Zeit vielleicht mehr Aufmerksamkeit zugewendet worden als dem früher verstorbenen Otto. Otto ist "sperriger". Herber. Ein echter Sohn seiner Landschaft und der Menschen dieser Landschaft.

1. Becker, Abel: Geschichte des Kirchspiels Wernswig. Lometsch, Kassel 1936

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