Wenn man das Selbstverständnis der deutschen Archäologen seit 1945 verstehen will, macht es Sinn, sich klar zu machen, mit welchen Erfahrungen die damalige Studenten-Generation 1945 aus dem Krieg nach Hause gekehrt ist. Als ein vielleicht willkürliches Beispiel sollen im folgenden die Studienjahre des akademischen Lehrers heutiger bedeutender deutscher Archäologen (Harald Meller, Hermann Parzinger, Wolfgang Schier und anderer mehr) heraus gegriffen werden.
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| Abb. 1: Aus dem Studienbuch des Archäologie-Studenten Georg Kossack, Berlin 1943 (1) |
Bei diesem akademischen Lehrer handelt es sich um den Münchener Archäologen Georg Kossack (1923-2004) (Wiki, DgtBib). Dieser hatte vormals auch in Kiel gelehrt und stammte ursprünglich aus Neuruppin in der Mark Brandenburg. Über diesen Archäologen ist im Jahr 2023 eine "Virtuelle Ausstellung" eröffnet worden, auf die sich die folgenden Ausführungen vor allem stützen (1). Dieser Archäologe Georg Kossack hatte so weise Lehren für seine Studenten im Gepäck wie die folgende (1):
Der Tag hat 24 Stunden. Sieben brauchen sie zum Schlafen, der Rest ist fürs Fach.
Ohne Frage: Hier brennt jemand für die Wissenschaft.*) Angeregt zur Auseinandersetzung mit Georg Kossack wurden wir durch die mehrfache Erwähnung desselben in einem gerade veröffentlichten Gespräch zwischen den Archäologen Harald Meller und Hermann Parzinger (2), sowie durch die Entdeckung des Umstandes, daß Georg Kossack aus Neuruppin stammte, sowie des Umstandes, daß er 1943 mit 20 Jahren als Schüler des Archäologen Hans Reinerth in Berlin in die heiligen Hallen der Wissenschaft eingetreten ist. Wir lesen (3):
Georg Kossack wuchs im brandenburgischen Neuruppin auf, wo er am 25. Juni 1923 geboren wurde und am humanistischen Friedrich-Wilhelm-Gymnasium die ersten Anregungen zur Beschäftigung mit der heimischen Vorgeschichte erfuhr, sodaß er schon vor seinem Notabitur im Jahr 1940 den Entschluß faßte, Vorgeschichte zu studieren.
Der Schüler Kossack wird in Bezug auf seinen Studienwunsch sicher auch von dem damals bedeutenden Archäologischen Museum in Heiligengrabe - in der Nähe von Neuruppin gelegen - Anregungen erhalten haben. Auf dieses lange vergessene Museum haben wir hier auf dem Blog schon vor einigen Jahren aufmerksam gemacht, nachdem wir es zufällig beim Vorbeifahren entdeckt hatten (Stg2019). (Kossack selbst erwähnt es aber in seiner eigenen wissenschaftsgeschichtlichen Darstellung mit keinem Wort [6].)
Die Eltern von Georg Kossack wohnten - zumindest 1943 - in Möhringstraße 6 in Neuruppin (1) gegenüber jenem Gebäude, in dem so manches Neuruppiner Kind in den letzten Jahrzehnten die Grundschule besucht hat. Er hatte somit nur zehn Minuten Fußweg zum Gymnasium am Marktplatz. Als Beruf seines Vaters wird "Kaufmännischer Leiter" angeführt.
Eintritt als Kriegsfreiwilliger in die Wehrmacht - Am 1. Januar 1942
Georg Koassack ist am 1. Januar 1941 mit 18 Jahren als Freiwilliger in die Wehrmacht eingetreten - wie auf seinem Notabitur verzeichnet ist (DigtBibl).
Er wurde Angehöriger des brandenburgischen Infanterie-Regiments Großdeutschland (Wiki). Tat er das, weil er genug von der Schule hatte? War das eine Einzelentscheidung dieses Schülers? Oder haben sich damals viele Schüler - womöglich aufgrund von Werbeveranstaltungen? - als Freiwillige für die Wehrmacht gemeldet? Das geht aus den präsentierten Dokumenten vorderhand nicht hervor.
Ab 1942 kam er an der Ostfront zum Kriegseinsatz (DigBibl). Zu Anfang des Jahres 1942 am Nordabschnitt der Ostfront, im Sommer 1942 im Südabschnitt derselben und am Ende des Jahres wieder im Nordabschnitt. Am 22. September 1942 erhielt er die Medaille "Winterschlacht im Osten 1941/1942". Kossack könnte ab Januar 1942 als Verstärkung des bis dahin durch die Kämpfe schon stark dezimierten Regiments Großdeutschland zum Einsatz gekommen sein. Es können das nicht nur erhebende Eindrücke gewesen sein für diesen jungen "Kriegsfreiwilligen" in dieser "Winterschlacht".**)
Ab April 1942 wurde das Regiment Großdeutschland zur Infanterie-Division Großdeutschland erweitert. Im Sommer 1942 war diese Division dann am Oberen und Unteren Don, am Donez und am Manytsch eingesetzt. Als Archäologie-Interessierter könnte Kossack die Landschaft dort als Heimat der Skythen wahrgenommen haben. (Als Urheimat der Indogermanen wird Kossack diese Region noch nicht wahrgenommen haben, denn sicheres Wissen darüber ist erst 2024 durch die Archäogenetik gewonnen worden, siehe die entsprechenden Beiträge hier auf dem Blog.)
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| Abb. 2: Lage des Frontvorsprungs bei Rschew seit Januar 1942, der erst im März 1943 von den Deutschen geräumt wurde |
Ab 10. September 1942 wurde die Division Großdeutschland dann wieder am Nordabschnitt der Ostfront eingesetzt, und zwar in den Kämpfen um Frontbogen um Rschew (Wiki) an der Oberen Wolga. Dort wurde die Division zum Gegenstoß angesetzt (Wiki):
Die Rote Armee antwortete mit dem verbundenen Einsatz von Artillerie, Werfern, Minen und besonders vielen Scharfschützen. Die Division Großdeutschland erlitt „hohe und höchste“ Verluste, die Panzerabteilung verlor 80 % ihrer Fahrzeuge. (...) In diesem Raum sollte die Division im Bereich des XXIII. und XXVII. Armeekorps den Rest des Jahres 1942 verbringen und sich während der sowjetischen Operation Mars im Lutschessa-Tal und bei Olenino den Namen „Feuerwehr“ verdienen. Die Infanterie-Division Großdeutschland wurde von jetzt an immer an Brennpunkten der Front eingesetzt. Das Jahr 1943 war zunächst für die Division mit dem Abschluß der Einsätze im Raum südlich von Rschew verbunden. Am 9. Januar traf der Befehl zum Abtransport nach Nowy Oskol ein.
Außerdem lesen wir (Wiki):
Bis Ende Januar 1943 war die Wehrmacht im Raum Rschew, Demjansk und Leningrad pausenlosen Angriffen der Sowjetarmee ausgesetzt, die allerdings nicht stark genug waren, um einen unmittelbaren Zusammenbruch befürchten zu lassen.
Im Zusammenhang mit diesen Kämpfen dürfte Kossack dann noch vor dem 9. Januar 1943 den "Verlust beider Unterschenkel infolge Erfrierungen" erlitten haben, von dem berichtet wird. Die Unterschenkel wurden amputiert, Kossack konnte sich aber mit Prothesen fortbewegen. Es ist das die selbe Zeit, in der die 6. Armee in Stalingrad ihren letzten Kampf führte (Abb. 2).
Studienbeginn in Berlin 1943 - Als Schüler von Hans Reinerth
Nach seiner Genesungszeit wurde Kossack am 21. September 1943 aus der Wehrmacht zurück nach Neuruppin entlassen. Er hatte aber vorher schon Resturlaub erhalten und im Sommersemester 1943 in Berlin mit dem Studium begonnen.
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| Abb. 3: Studienbuch von Georg Kossack, belegte Lehrveranstaltungen im Sommersemester 1943 in Berlin |
Er studierte im Sommersemster 1943 bei Professor Hans Reinerth an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin. Es war dies der bedeutendste Vertreter der sogenannten "Kossinna-Schule" in der deutschen Archäologie (s. Stg17). Kossack hörte bei Reinerth die Vorlesungen "Die Bronzezeit" und "Die Germanen, ihre kulturelle und politische Leistung". Er nahm an einem Unter- und einem Oberseminar Reinerths teil. Außerdem hörte er bei anderen Professoren Vorlesungen, so zu "Wesen und Weltbedeutung der griechischen Kunst", zu "Geschichte der deutschen Philosophie bis Kant" und schließlich auch noch zu "Rasse und Volk" bei Professor Wolfgang Abel (Wiki). Dies war der Lehrstuhl-Nachfolger des Anthropologen Eugen Fischer.
Im Wintersemester 1943/44 studierte Kossack dann Archäologie in Halle bei Walther Schulz (Wiki). Dies war der Nachfolger von Hans Hahne, des Neugestalters des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Halle. Auch sie waren beide zugehörig zur "Kossinna-Schule" in der deutschen Archäologie.
Im Sommersemester 1944 studierte Kossack dann in Freiburg im Breisgau bei dem Archäologen Georg Kraft (1894-1944) (Propyl). Kraft hatte wiederum gemeinsam mit Reinerth in Tübingen studiert. Kossack hörte bei ihm die Vorlesung "Die Kelten", verfolgte in Freiburg auch weiterhin seine Interessen für griechischen Kunst, hörte auch die Vorlesung "Deutsche Plastik im 13. und 14. Jahrhundert". Außerdem belegte er drei Lehrveranstaltungen bei dem Professor für Anthropologie Johann Schäuble (1904-1968) (Wiki). Dieser sollte ab 1957 die "Zeitschrift für Morphologie und Anthropologie" heraus geben. Sodann lesen wir (DigBibl):
Das weitere Studium in Freiburg im Breisgau war nicht mehr möglich, weil Georg Kraft bei den Luftangriffen (Operation Tigerfish) auf Freiburg am 27. November 1944 getötet worden war.
- - - Was für krasse Studienjahre. Nun, Sterben war für den Studenten Georg Kossack nichts Neues. Für das Wintersemester 1944/45 wechselte Kossack zurück nach Halle.
Das Schiff sinkt ... - schnell runter ... - November 1944
Innerlich scheint sich Kossack spätestens zu diesem Zeitpunkt für eine ganz andere Richtung bezüglich der Fortsetzung seines Studiums entschieden zu haben: Alle bisher genannten Archäologen - in Berlin, in Halle und in Freiburg - gehörten der sogenannten "Kossinna-Schule" in der deutschen Archäologie an. Schon vor seinem Wechsel zurück nach Halle muß Georg Kossack nun aber an den schon emeritierten Marburger Archäologen Gero von Merhart (1886-1959) (Wiki) geschrieben haben und ihn um Rat gefragt haben bezüglich der Weiterführung seines Studiums. (Der Lehrstuhlnachfolger von Merhart in Marburg, Wolfgang Dehn [Wiki], war 1944 zum wiederholten mal zur Wehrmacht eingezogen worden. Deshalb hat Merhart für ihn die Lehrveranstaltungen bis 1947 übernommen, bis Dehn aus französischer Kriegsgefangenschaft zurück gekehrt ist.)
Welche Überlegungen, gegebenenfalls Gespräche unter den Studenten und akademischen Mitarbeitern Kossack bei dieser Kontaktaufnahme zu Merhart leiteten, ist bislang nicht klar. Vielleicht haben ja sogar Angehörige der Kossinna-Schule selbst Kossack zu diesem Schritt geraten. Gero von Merhart war - sozusagen - einer der führenden Köpfe der ideologischen Gegner der "Kossinna-Schule". Das wird Georg Kossack sicher deutlich bewußt gewesen sein. Und sein Wechsel nach Marburg war diesbezüglich sicher eine sehr bewußte Entscheidung. Hat Kossack mit dem nahenden Kriegsende voraus gespürt, daß es für ihn als Schüler der Kossinna-Schule in der deutschen Archäologie keine Zukunft mehr geben würde? Das haben in jenen Jahren wohl viele Archäologen ähnlich frühzeitig wahrgenommen. Denn Reinerth stand in jener Zeit schon ziemlich isoliert innerhalb seines eigenen Faches da.
Gero von Merhart hatte das Jesuiteninternat Stella Matutina in Feldkirch besucht und hatte 1906 dort die Matura erworben (Acad). In den 1930er Jahren sandte er auch wieder seine eigenen Söhne auf dieses Jesuiteninternat. Unter anderem deshalb war er von Seiten der "Kossinna-Schule" als Teil eines christ-katholischen Netzwerkes wahrgenommen worden, das sogar innerhalb des Dritten Reiches sehr einflußreich geblieben sei, und aufgrund dessen mehrere Archäologen der Kossinna-Schule sogar während des Dritten Reiches glaubten, bespitzelt zu sein. - Merhart nun antwortete auf Kossack's Schreiben. Und Kossack schrieb an Merhart am 17. Dezember 1944:
Es war für mich eine große Beruhigung, in der Weiterführung des Studiums nunmehr klarer sehen zu können als es sonst der Fall sein mußte.
Er schreibt schon, daß er bezüglich der Zimmersuche in Marburg mit einer baldigen Zusage rechnet und daß er deshalb hofft, bald nach Marburg kommen zu können:
Bis zu diesem Zeitpunkt werden ja wohl hoffentlich die äußeren Umstände, unter denen wir alle im Äußersten zu leiden haben, günstigere sein.
Eine auffallend "optimistische" Äußerung für jemanden, der am 17. Dezember 1944 mitten in Deutschland lebt, und dessen akademischer Lehrer in Freiburg gerade im Bombenhagel ums Leben gekommen war.
Zunächst setzte Kossack noch bis zum Semesterende sein Studium in Halle fort, wo er wieder Vorlesungen und Seminare bei Walther Schulz besuchte. Er hörte aber auch wieder Vorlesungen zur "Erb- und Rassenlehre", sowie "Rassenbiologie", diesmal bei Professor Georg Frommolt, einem in Halle angesehenen Gynäkologen und Anthropologen.
Halle wird durch die US-Armee besetzt - 19. April 1945
Am 19. April 1945 wurde Halle durch die 104. US-Infanteriedivision („Timberwolf-Division“) eingenommen. Die Kämpfe um die Stadt dauerten vier Tage, bevor die Übergabe erfolgte. Es gab aber keine größeren Zerstörungen.
Am 23. Mai 1945 wurde für Georg Kossack vom "Military Gouvernement of Germany" eine "Temporary Registration" ausgestellt, nach der er sich nicht aus Halle entfernen durfte - unter Androhung von sofortigem Arrest.
Neubeginn in Marburg - September 1945
Erst im September 1945 wird Kossack dann für das Wintersemester 1945/46 in Marburg eingetroffen sein. Dort ist er nun für sein 5. Fachsemester an der Universität Marburg eingeschrieben. Welche inneren Verschiebungen, äußeren Erfahrungen und Gespräche mögen es gewesen sein, die den einstigen Kriegsfreiwilligen des Jahres 1940 im Verlauf der vier Jahre bis Ende 1944 nun so entschieden nach Marburg wechseln ließen?
Die ersten sieben Veranstaltungs-Eintragungen im Studienbuch für das Wintersemester 1945/46 liegen alle im Bereich Germanistik, in dem er bislang nicht studiert hatte. Diese germanistischen Studien hat er auch in den Folgesemestern in kleineren Anteilen fortgesetzt, ergänzt durch Lehrveranstaltungen zur allgemeinen Geschichte. So hörte er etwa auch eine Vorlesung zur "Geistesgeschichte Rußlands im 18.-19. Jahrhundert". Bei Gero von Merhart hörte er "Einführung in die Urgeschichte" (1):
Die prägenste akademische Station für Georg Kossack war das Studium im sogenannten "Marburger Laden". Neben Gero von Merhart (1886-1959) gestaltete Margarete Philippson (genannt "Der Philipp") das Institutsleben, "... weil sie aus dem Seminar einen 'Laden' formte, eine Gemeinschaft, deren Mitglieder sich in politisch schwieriger Zeit aufeinander verlassen konnten und Freundschaften schlossen, die lebenslang hielten." (G. Kossack 1986, S. 4).
So zitiert nach (4). Diese Margarete Philippson (geb. 1903) (DigBibl) war die langjährige Sekretärin Merharts (Propyl). In einer Veröffentlichung des Jahres 1973 erinnert sich jemand an die Fürsorge (GB, 1973, S. 333), ...
... die mir Merharts langjährige Sekretärin, Frau Margarete Philippson, Marburg, hat zuteil werden lassen. Sie hatte uns Jüngere ja schon während unseres Studiums betreut, war uns Kamerad geworden und zuverlässiger Mentor in schwierigen Lagen. Sie hat Merharts Schicksal treu und uneigennützig mitgetragen, verstand ihn wie niemand sonst und wußte in vielen Gesprächen die Stimmung wiederzuerwecken, die die Persönlichkeit Merharts in guten wie in schweren Tagen um sich verbreitet hat.
Kossack bleibt in Marburg bis zum Sommersemester 1947. Wir lesen (2):
Mit dem Wechsel nach Marburg 1945/46 brach für Kossack ein entscheidender neuer wissenschaftlicher und persönlicher Lebensabschnitt an. Als Teil einer jungen, in jeder Hinsicht vom Krieg versehrten Generation fand Kossack in Marburg mit Gero von Merhart nicht nur einen akademischen Lehrer, der selbst im Nationalsozialismus durch die Aktivitäten Hans Reinerths seinen Lehrstuhl verloren hatte, sondern auch eine Persönlichkeit, die für diese Generation prägend wirken sollte und für einen ideologiebefreiten Neubeginn des Faches stand.
Der wissenschaftliche Nachlaß von Georg Kossack soll noch mancherlei spannende Details enthalten. Darüber wird unter anderem angeführt (3):
Ein anderes Beispiel betrifft Kossacks Sammlung von für ihn forschungsgeschichtlich interessanten Quellen. Eine dieser Quellen ist die schriftliche Dokumentation einer Veranstaltung der Stadt Ahrensburg zum Umgang mit dem Andenken an Alfred Rust unter dem Titel »Alfred Rust und die Rahmenbedingungen für die Archäologie im Dritten Reich« vom November 2000. Die Veranstaltung dokumentiert die hitzige Diskussion, ob ein archäologischer Lehrpfad nach dem Ahrensburger Ehrenbürger Alfred Rust benannt werden soll und wie Rusts Tätigkeit für das »Ahnenerbe« und seine freiwillige Meldung zur Waffen-SS zu bewerten seien (vgl. Pape 2002, 330). Diese Diskussion steht exemplarisch für die Konfliktlinien im Umgang mit deutschen Prähistorikern, deren Karrieren vor 1945 erst in den letzten 20 Jahren verstärkt Beachtung geschenkt wurde. Auch wenn Kossack sich in diesem Themenfeld in erster Linie zum Fall Merhart und zur Rolle Hans Reinerths geäußert hat, so finden sich doch zahlreiche - meist unpublizierte - Quellen und Notizen zu diesen Fragen in seinem Nachlaß (Kossack 1999, 56–76).
Es dürfte spannend sein, darüber noch mehr zu erfahren. Und wir wollen solche Fragestellungen auch hier auf dem Blog weiter im Auge behalten.
Kossack's Darstellung zur Geschichte der deutschen Archäologie im Dritten Reich (1999)
Georg Kossack wurde im Jahr 1988 emeritiert. Zehn Jahre nach seiner Emeritierung und fünf Jahre vor seinem Tod gab er eine Darstellung zur Geschichte seines Faches während des 20. Jahrhundertes und insbesondere auch während des Dritten Reiches (6). Es handelt sich um jene, die am Ende des letzten Zitates erwähnt worden ist. Diese Darstellung läßt den Leser mit eigentümlichen Gefühlen zurück. An zentraler Stelle derselben zitiert er einen Brief von Gero von Merhart aus dem Herbst 1945 an den ostdeutschen Archäologen Bolko Freiherr von Richthofen, dessen Sichtweise auf die Entwicklung des Faches bis dahin Georg Kossack vollständig zu teilen scheint. Dies gilt insbesondere auch bezüglich der Würdigung der Verdienste von Gustaf Kossinna, die sich in diesem Brief von Merhart auch findet.
1. Zur Einordnung Kossinna's in die Wissenschaftsgeschichte
Kossack führt einleitend aus (6):
Nach dem ersten Weltkrieg trat bei manchen Archäologen in Deutschland der nationale, völkische Gedanke in den Vordergrund und spornte zu intensivierter Germanenkunde an, vor allem in den Ländern ostwärts der Elbe. Heute beurteilt man die Gelehrten, die diese Richtung vertraten, als Wegbereiter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Das ist genauso irreführend als wenn man behauptete, alle Vorgeschichtsforscher der sowjetischen Besatzungszone und der späteren DDR hätten dort die ideologischen Voraussetzungen für die „sozialistische“ Diktatur geschaffen, nur weil einige in führender Position den historischen Materialismus als einzig mögliche Methode auch prähistorischer Forschung praktizierten.
Das sind immerhin deutliche, klare Worte. Er stellt ausführlich die Fragestellungen, Bestrebungen und Sichtweisen des Anthropologen und Archäologen Rudolf Virchow dar und die sich daran anknüpfenden Fragestellungen und Sichtweisen von Forschern anderer Fächer. In den Rahmen all dieser Bestrebungen ordnet er dann - sozusagen "harmonisch" - die Fragestellungen und Sichtweisen von Gustaf Kossinna ein.
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| Abb. 4: Titelseite der Darstellung von Georg Kossack, 1999 |
Kossinna erscheint danach keineswegs als "bracchialer Neuerer", sondern als jemand, der Fragestellungen anderer Disziplinen erstmals konkreter auf die Archäologie angewandt hat (6):
Der Grundgedanke, aus der Verbreitung typischer Formen des Sachbesitzes auf verkehrsgeographisch begründbare Räume und infolgedessen auf Territorien zu schließen, die ethnisch einheitliche Bevölkerungsgruppen bewohnten, geht auf Überlegungen der Anthropogeographie zurück. Carl Ritter (1779-1859) und Friedrich Ratzel (1844-1904) hatten dieses Wissensgebiet zu einer selbständigen Disziplin gemacht, wobei Ratzel an die philosophischen Systeme von Montesquieu und Herder anknüpfte und vornehmlich aus ethnographischen Quellen schöpfte. Die Menschen, lehrte er, seien keine beliebig manipulierbare Größe im historischen Prozeß, sie unterschieden sich nach biologischen Merkmalen wie nach ihren kulturellen Einrichtungen. Deshalb dürfe man von raumbezogenen Kulturgruppen sprechen. Aus anthropologischen Merkmalen und ethnographisch beschreibbaren Besitztümern ließen sich die Beziehungen zwischen den Völkern rekonstruieren. Außer den sprachlichen Eigentümlichkeiten müsse vor allem der Verbreitung der Gegenstände Bedeutung zugemessen werden, „weil die Gegenstände den Stempel des Volkes tragen, das sie verfertigte. Wir erkennen an ihnen, wo immer sie auftreten mögen, das Volk, von dem sie ausgehen“ (1891). Deshalb spiegele sich in ihrer geographischen Verbreitung der Verbreitungskreis des Volkes oder dessen Verkehrsraum wider. Je enger das Objekt mit denjenigen zusammenhinge, die es verwendeten, desto sicherer setze ihre Übertragung in andere Kulturkreise Völkervermengung und -mischung voraus. Diese Gedanken waren bei den Kontakten der Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte im „anthropologischen Zeitalter“ des Faches in Deutschland gemeinsame Überzeugung aller Forscher. Für die prähistorische Archäologie sie präzise formuliert zu haben, war das Verdienst eines Germanisten, Gustaf Kossina (1858-1931). Wenn zum Begriff „Volk“ seit Herder ein abgeschlossenes, mehr oder weniger dicht besiedeltes Landgebiet von annähernd einheitlicher Kultur und Sprache gehörte, müßten, folgerte Kossinna 1895, in den „archäologischen Kulturprovinzen“ Völker- oder Stammesgebiete stecken. Später erhob er diese Hypothese zum Lehrsatz: „Scharf sich heraushebende, geschlossene archäologische Kulturprovinzen fallen unbedingt mit bestimmten Völker- und Stammesgebieten zusammen“.
In einer Anmerkung nennt Kossack wissenschaftliche Literatur, die sich mit Kossinna befaßt und stellt in diesem Zusammenhang erneut fest:
... hier als einer der Wegbereiter nationalsozialistischer Ideologie beurteilt, eine Simplifizierung, die von geringer Kenntnis der Ära zeugt, die Kossinna geprägt hat (s.u. S. 39 ff).
Wie er selbst Kossinna beurteilt, wird aus den weiteren Ausführungen deutlich (6):
In Richard Wagners „Ring“, 1876 erstmals zusammenhängend aufgeführt und schon damals als nationale Tat gefeiert, schien germanisch-deutsches Wesen wiederzuerwachen. Viele Deutschbewußte verstanden dieses Erlebnis als Einladung, sich intensiver mit Germanenkunde zu befassen, die damals in der Literatur- und Sprachwissenschaft als philologische Teildisziplin Hervorragendes geleistet hatte. Indessen, der sich formierende Widerstand gegen den raschen Aufschwung experimenteller Fächer und die unheilvollen Folgen rasanter Industrialisierung, gegen den fortschreitenden Zerfall der alten Standesordnung und deren Wertbegriffe, schließlich gegen die steigende Gewinnsucht und das Imponiergehabe eines saturierten Bürgertums, er rief jene „völkische Bewegung“ ins Leben, in der sich alsbald auch namhafte Akademiker zusammenfanden. Sie verteilten sich zwar auf zahlreiche Organisationen mit variierenden Programmen, aber der Gedanke an eine Reform des Lebens, die in der edlen Größe des Germanentums ihr Vorbild haben sollte, einte sie. Insofern legten sie ein pseudophilosophisches Fundament, auf dem die „Konservative Revolution“ der zwanziger Jahre weiterbauen konnte.
So weit, sicherlich so richtig. Und man möchte fast vermuten, Kossack würde hier auch über seine eigene Jugendzeit schreiben. Ausdrücklich kenntlich macht Kossack das allerdings nicht. Kossinna, so schreibt Kossack weiter (6), ...
... ließ sich von einer geistigen Bewegung tragen, die man sehr bewußt als Abkehr von der bürgerlich-liberalen Kultur der Zeit empfand. Wer gemeinschaftlich die mannigfaltigen Erscheinungsformen der Natur, der bäuerlichen Lebensweisen und die Werke aus urbaner Vergangenheit erwanderte, für den erwuchs daraus ein geschärftes Wertbewußtsein für die Schöpferkraft, die in den Leistungen des eigenen Volkes Gestalt gewann. Dem Bedürfnis, dessen Ursprung nachzugehen, entsprach Kossinna schon 1912 in seinem Buch „Die deutsche Vorgeschichte, eine hervorragend nationale Wissenschaft“.
Auch dies ist sachlich richtig. Und man möchte auch hier wieder fast heraus hören, was Kossack selbst in seiner Jugend dazu veranlaßte, Archäologie zu studieren - als Schüler dieser Kossinna-Schule und geprägt womöglich von den Erfahrungen in der Hitler-Jugend des Dritten Reiches. Daß Kossack sich der Einseitigkeiten der Kossinna-Schule bewußt ist, wird ebenso deutlich und wird auch gut durch Gero von Merhart in seinem Brief vom Herbst 1946 gekennzeichnet.
2. Zur deutschen Archäologie während des Dritten Reiches
Kossack's Darstellung der Geschichte der deutschen Archäologie während des Dritten Reiches wird man nun allerdings doch recht einseitig nennen müssen. Er folgt nur der Sicht Gero von Merhart's auf diese Geschehnisse, in keiner Weise der Selbstwahrnehmung der Kossinna-Schule in dieser Zeit. Er stellt es so dar, als ob der starke, totalitäre Staat den machtlosen "redlichen" Archäologen gegenüber gestanden sei. Das ist sicherlich eine Facette dieses Geschehens - aber nicht das vollständige Bild. Unter Berufung auf (7) führt er aus, es seien von Seiten des Staates gebraucht worden (6) ...
... organisatorisch begabte, selbstbewußte Naturen, die es an den Schaltstellen der Macht vor allem unter jungen Leuten in etlicher Menge gab, in Parteiämtern, im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung und auch in der Notgemeinschaft (Deutsche Forschungsgemeinschaft), die seit 1920 viele Unternehmen und qualifizierten Nachwuchs finanziell gefordert hatte, aber nach der Machtübernahme Hitlers dem „Führerprinzip“ glaubte folgen zu müssen. Man begann dort alsbald, auch Rosenbergs parteiamtliche Kontrollbehörde und Himmlers Schützlinge mit erheblichen Beträgen zu unterstützen, bis 1936 die einsetzende Kriegswirtschaft („Vierjahresplan“) eine Wende in der Wissenschaftspolitik notwendig erscheinen ließ. Wie sie sich auf die Forschungsgemeinschaft auswirkte, untersuchte kürzlich Notker Hammerstein (1999). Ein Protege Himmlers, höherer SS-Offizier, im Ministerium leitend tätig, übernahm die Präsidentschaft der Forschungsgemeinschaft, weitete die Förderung auf kriegswichtige Zweckforschung aus („Reichsforschungsrat“), zu der auch die Volkstumsforschung aller einschlägigen Sparten zählte, und vergaß dabei das „Ahnenerbe“ nicht, während er Rosenberg die bis dahin reichlich fließenden Mittel sperrte. Das hinderte jedoch weder den Reichsleiter noch dessen Gehilfen im Amt Vorgeschichte, Hans Reinerth (1900-1990) daran, Professoren konservativer Geisteswissenschaften unsachlich, ja rüde zu diskreditieren.
In dem letzten zitierten Satz fehlt der logische Zusammenhang mit den vorhergehenden Ausführungen. Mittelsperrung hätte Reinerth also "hindern" sollen, "rüde zu diskreditieren"? Könnte es nicht umgekehrt sein, daß Reinerth auch in dieser Mittelsperrung Machenschaften seiner "Gegner" sah, die dazu geführt haben könnten, daß sich sein Ton und sein Verhalten gegenüber den von ihm identifizierten "gegnerischen" Netzwerken verschärfte? Daß auch eine solche Sichtweise zumindest möglich ist, fehlt uns bei der Darstellung von Kossack. Kossack weiter (6):
Das trieb etliche Studenten und Fachvertreter in die Arme der SS und ihres „Ahnenerbes“ , weil sie sich dort unangreifbar, der herrschenden Klasse zugehörig wähnten. Reinerth, bis 1934 Dozent in Tübingen, wo er sich ungerecht behandelt fühlte, im Rosenbergschen „Kampfbund für deutsche Kultur“ in leitender Position tätig, wurde 34jährig an die Berliner Friedrich Wilhelms-Universität und zugleich in die erwähnte parteiamtliche Kontrollbehörde berufen. Er setzte sich sogleich vehement für das geplante Reichsinstitut ein, auch mit unredlichen Mitteln, die er um so bedenkenloser nutzte, je mehr er Widerstand gegen seine Person und seine Forderung nach alleiniger Führerschaft vernahm (Heiber 1966, 245ff.; Bollmus 1970, 162ff. 221 ff.; Junker 1997, 55ff). Seine Gegner fand er im Marburger Kreis um Gero v. Merhart und in den Präsidenten des Archäologischen Instituts, Gerhard Rodenwaldt (1886-1945) und Theodor Wiegand (1864-1936), der zur Führungsspitze des Staates Verbindungen unterhielt.
Bei dem erwähnten "Protege Himmlers" handelt es sich um Rudolf Menzel (1900-1987) (Wiki), von dem berichtet wird, daß er schon in Göttingen "Netzwerke" geknüpft habe, und daß er ein ausgesprochener Karrierist gewesen sei. Während Kossack also noch verstehende Worte für Kossinna findet, findet er solche für Hans Reinerth in keiner Weise mehr.
Im Gegenteil. Ohne eigene Distanzierung und Einordnung zitiert er einen Brief Gero von Merhart's aus dem Herbst 1945 an den ostdeutschen Archäologen Bolko Freiherr von Richthofen, in dem Merhart Reinerth nichts weniger als einen "Lumpen" nennt, und in dem er von der "Schuld" ostdeutscher Kollegen am Niedergang des Faches spricht, und in dem er spricht von den "wissenschaftlich-politisch-weltanschaulichen Bastarden", die die Fehlentwicklung des Faches hervor gebracht hätten. Das sind schon krasse Bewertungen und Stimmungen, die aus diesem Brief sprechen. Ist es wirklich so, daß Gero von Merhart selbst völlig von "Rachsucht" frei war? Wenn dieser Brief also womöglich insgesamt auch rein sachlich die Entwicklungen innerhalb der deutschen Archäologie zwischen 1933 und 1945 ganz treffend charakterisiert, wird doch deutlich, daß Merhart persönlich in gar keiner Weise erhaben "über den Dingen" stand. Sondern auch dieser Brief schüttete nur wieder neues Öl ins Feuer. Mehrhart schreibt gar (6):
Die niederträchtige Behandlung, die Reinerth unter Deckung Rosenbergs mir widmete, hat meine Gesundheit zerschlagen.
Da scheint rein menschlich alles Porzellan zerschlagen, das überhaupt nur hatte zerschlagen werden können. Als Nachgeborener fragt man sich, woher diese überaus starken Emotionen gerührt haben mögen. Merhart selbst stellt sich nur als Opfer, nicht als Mitwirkender in Netzwerken und als Nutznießer von Netzwerken dar, die ebenfalls während des Dritten Reiches über Einfluß verfügten. Kossack übernimmt diese Sichtweise Merharts offenbar vollständig. Eigenwahrnehmungen läßt Kossack nicht einfließen. Zu diesen ist sein Mund wie "zugenäht".
Walter Jens war gleichen Jahrgangs wie Georg Kossack. Walter Jens starb zehn Jahre nach Kossack. Das Buch seines Sohnes Tilman Jens "Demenz - Abschied von meinem Vater" erschien 2009, zehn Jahre nach dem hier behandelten Aufsatz von Georg Kossack. Ob mit diesem Buch nicht der innere Zwiespalt eines ganzen Jahrgangs gekennzeichnet ist?
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Die endgültige Wende in der Schlacht um Moskau brachte die sowjetische Gegenoffensive ab dem 5. Dezember, welche auch das Regiment Großdeutschland traf. In der Nacht auf den 7. Dezember gab es die ersten Gefechte mit den frischen sibirischen Truppen, die hervorragend für den Winterkampf ausgebildet und ausgerüstet waren. Nachdem Generaloberst Guderian eigenmächtig für seine Panzerarmee den Rückzug befohlen hatte, begann dieser für die Einheiten des Infanterie-Regiments Großdeutschland in den Morgenstunden des 8. Dezembers. In den nächsten Wochen zogen sich die Einheiten des Regiments immer weiter nach Westen zurück. Die Gefechtsstärke der Kompanien sanken dabei auf jene von Zügen, sodaß Einheiten zusammengelegt werden mußten. Die vom Vormarsch her bekannte Stadt Mzensk passierten die dezimierten Großdeutschland-Verbände am Morgen des 22. Dezembers westwärts. In der Nähe von Bolchow wurden die Reste des Regiments in den Oka-Brückenkopf eingegliedert. Nach einigen Tagen der Ruhe griff die Rote Armee den Brückenkopf immer wieder an und fügte den dezimierten Verbänden noch weitere Verluste zu. Am 20. Januar wurden diese aus der Verteidigungsstellung herausgelöst und bis 21. Februar für lokale Angriffsunternehmen in Dörfern wie Jagodnaja oder Gorodok, die sich im Großraum Belew befanden, eingesetzt. Durch diese verlustreichen Kämpfe sank die Kampfstärke des einstmals so großen Verbandes auf drei Offiziere und 30 Unteroffiziere und Mannschaften, fast 1.000 Mann waren in den vergangenen Monaten gefallen und etwa 3.000 verwundet worden.
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- Dr. Gabriele Rasbach, Sandra Schröer-Spang M.A.: Georg Kossack (1923-2004) - Wegbereiter einer interdisziplinären Archäologie. Eine virtuelle Ausstellung zum 100. Geburtstag. Gestaltet von der Römisch-Germanischen Kommission, die den Nachlass Georg Kossacks aufbewahrt (DgtBib)
- Harald Meller trifft Hermann Parzinger - Skythen. Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, Veröffentlicht am 9.4.2026, aufgenommen im Jahr 2024 (Yt2024)
- Urte Dally und Christoph Jahn: Der wissenschaftliche Nachlaß von Georg Kossack (1923-2004). In: Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte / Band 97 / 2019 (pdf)
- Gedenkschrift für Gero von Merhart. Zum 100. Geburtstag. Frey, Otto-Hermann; Dobiat, Claus; Roth, Helmut; Merhart, Gero von. Hitzeroth, Marburg 1986
- Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Band 35. 1973 (GB, 1973, S. 333)
- Kossack, Georg: Prähistorische Archäologie in Deutschland im Wandel der geistigen und politischen Situation. In: Sitzungsberichte - Bayerische Akademie der Wissenschaften, Jg. 1999, Heft 4, 2. Juli 1999 (pdf)
- Hammerstein, Notker: Die deutsche Forschungsgemeinschaft in der Weimarer Republik und im Dritten Reich: Wissenschaftspolitik in Republik und Diktatur 1920-1945. 1999



