Samstag, 21. April 2007

Kinderbetreuung und Intelligenz-Evolution II

Das neueste Heft von "Geo" hat ein außerordentlich spannendes Titelthema: "Was ist eine gute Mutter?" (Geo) Die Einleitung macht schon gut deutlich, worauf der Inhalt dieses Artikels hinausläuft:

Gesellschaft: Was ist Mutterliebe?

Was für eine Frage! Mutterliebe - das ist die naturgewollte bedingungslose Hingabe ans Kind. So das Ideal, wie es hierzulande gern beschworen wird. Doch ein Blick auf andere Kulturen zeigt, dass es unterschiedliche Wege gibt, eine "gute Mutter" zu sein. Etwa jenen, das Kind früh der Gemeinschaft anzuvertrauen. Eine Erkenntnis, die Frauen in westlichen Ländern helfen kann, sich von der traditionellen Mutterrolle zu lösen. Und dennoch für das Glück des Kindes zu sorgen.

- Da wird sofort und unmittelbar deutlich, wie wichtig und aktuell unser Beitrag "Kinderbetreuung und Intelligenz-Evolution" war (Studium generale), ja wie wichtig es überhaupt ist, die Möglichkeit zur Kenntnis zu nehmen, daß aufgrund "jüngster Humanevolution" allein schon von der genetischen Veranlagung von Mutter und Kind her gesehen eine gute Mutter in jeder Kultur, in jedem Volk eine andere sein kann. (Über neue Erkenntnisse zu "jüngster Humanevolution" versucht "Studium generale" ja ständig zu berichten.) Es könnte sogar so sein, das die Häufigkeit bestimmter Verhaltenshormon-Gene in europäischen Völkern gut abgestimmt ist auf den emotionalen Gehalt der Muttersprachen, die in den jeweiligen Völkern gesprochen werden. Denn da wir wissen, daß Muttersprache sehr grundlegend Verhalten und Wahrnehmung prägt, somit einen Selektionsfaktor für Gene darstellt, wird damit auch deutlich, daß es nicht nur genetische, sondern auch kulturelle Unterschiede geben könnte, die außerordentlich bedeutsam sein könnten bei der Frage, was eine gute Mutter in einer bestimmten Kultur ist. Wenn sich in dieser Frage bekanntermaßen allein schon das französische und das deutsche Volk unterscheiden, wie groß müssen die Unterschiede dann erst zwischen weiter entfernt lebenden Völkern sein? Und müssen wir uns dann wirklich auch - und gerade - auf diesem Gebiet - "globalisieren"?

Es könnte sich durchaus künftig um das genaue Gegenteil handeln. Es könnte sich um Erkenntnisse handeln, die Frauen in den westlichen Ländern helfen, die "traditionelle Mutterrolle", die die westliche Kultur und ihre Intelligenz-Evolution wahrscheinlich erst hervorgebracht haben, noch bewußter und intensiver zu leben. Zumindest diese Möglichkeiten beim derzeitigen Kenntnisstand gar nicht mit in Rechnung zu stellen, muß künftig jedem Wissenschaftler, Journalisten und damit auch Politiker angekreidet werden. Denn der Wissensstand ist inzwischen einfach schon weiter. Und es handelt sich hier um sehr grundlegende Fragen der Gestaltung und Fortexistenz von Kulturen.

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