Dienstag, 6. März 2007

"Seelische Krankheiten nehmen bei Kindern massiv zu

- so lautete die Schlagzeile in der "Welt" vor vier Tagen. Wahrscheinlich ist auch dafür das beste Gegenmittel der Ausbau von Krippenplätzen. - ?

Wenn man es von einem grundsätzlicheren Standpunkt aus angeht, dann wird feststellbar, daß alle großen Fortschritte in der Evolution vor allem Fortschritte in einer noch größeren Behütung der Nachkommenschaft, also in der Brutpflege waren. Das ist insbesondere durch die Forschungen des Schweizer Biologen Adolf Protmann (1897 - 1982) herausgearbeitet worden. (Der Wikipedia-Artikel über ihn ist noch sehr ungenügend, wie ich gerade sehe.) Besonders auffällig der Übergang von den Reptilien zu den Säugetieren, wobei sich letztere viel intensiver um den Nachwuchs kümmern. Und parallel dazu der Übergang von den Nacktsamern zu den Bedecktsamern bei den Pflanzen. Wie wäre unser Leben, wenn wir keine Blütenpflanzen kennen würden? All das ist eine Folge der Evolution von "Brutpflege". Aber Ursula von der Leyen will zurück zu den Reptilien und den Krokodilen und den Nadelbäumen und ihrer "Brutpflege". - Ist das eine übertriebene Aussage?

2. März 2007, 17:14 Uhr
Psychologie

Seelische Krankheiten bei Kindern nehmen massiv zu

Auffälligkeiten im Verhalten, Defizite bei der Konzentration, sozialer Rückzug, Ess- und Schlafprobleme oder Ängste: 18 Prozent der Kinder im Vorschulalter sind psychisch erkrankt. Therapeuten fordert Hilfe für die Betroffenen.

Deutsche Therapeuten zeigen sich alarmiert über einen Anstieg psychischer Krankheiten bei Kindern. Auf einer Fachtagung in Frankfurt am Main verwiesen die Kinder- und Jugendpsychotherapeuten auf eine entsprechende Untersuchung des Robert-Koch-Instituts.

Professor Klaus Fröhlich-Gildhoff von der Evangelischen Fachhochschule Freiburg verwies darauf, dass bereits 18 Prozent der Kinder im Vorschulalter verhaltensauffällig seien. „Wer mit fünf Jahren aggressives Verhalten an den Tag legt, wird auch mit 35 zu Gewalt neigen“, warnte er. Seien 1990 noch etwa 1.500 Kinder mit dem sogenannten Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) medikamentös mit Ritalin und damit dem Wirkstoff: Methylphenidat behandelt worden, waren es nach seinen Angaben im Jahr 2002 bereits 50.000. Derzeit gibt es rund 350.000 diagnostizierte Fälle des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms.

Eine Ursache für die verschlimmerte Situation ist nach Angaben des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (bkj), „dass heute viele Eltern nicht mehr genug Wissen haben, um die Aufgaben, die Elternschaft mit sich bringt, zu bewältigen“.
Der Berufsverband forderte angesichts dieser Zahlen mehr Präventionsangebote für die seelische Gesundheit der Kleinen. Der Verband appellierte an die Politik, „nach der Verabschiedung der Gesundheitsreform nunmehr ein größeres Augenmerk auf die psychosoziale Lage von Kindern und Jugendlichen zu legen“. Das seit langem in der Schublade liegende Präventionsgesetz müsse endlich in die Tat umgesetzt werden; dabei müsse auch die psychische Gesundheit berücksichtigt werden. Dies sei „gerade angesichts der Diskussion um Schutz der Kinder vor Misshandlung“ enorm wichtig.

„Wir wollen auch die Eltern der unter Dreijährigen erreichen“, betonte Marion Schwarz, Vorsitzende des bkj-Landesverbandes Hessen. Damit sich Verhaltensauffälligkeiten nicht schon im Kindesalter verfestigten, müsse gezielt therapeutisch und pädagogisch entgegengewirkt werden. Um Kinder vor Misshandlung und Vernachlässigung zu schützen, müssten früh „aufsuchende Hilfen“ für Risikogruppen wie minderjährige Mütter, sozial schwache Familien und drogenabhängige Eltern eingesetzt werden.

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