Montag, 26. März 2007

Die Humanevolution und die Deutschen

Ich möchte hier einen Gedanke weiterführen, der in einem früheren Beitrag angeklungen war (siehe "Hat Kevin MacDonald recht?"). Die aschkenasischen Juden haben in den letzten tausend Jahren aufgrund bestimmter bewußter oder weniger bewußter Selektionsmechanismen den höchsten durchschnittlichen angeborenen Intelligenz-Quotienten "evoluiert", den heute eine Bevölkerung in der Welt besitzt (siehe bspw. hier und hier oder hier). Das spiegelt sich auch wieder beispielsweise in einem hohen Prozentsatz von Nobelpreisträgern, die dem aschkenasischen Judentum entstammen und in vielen anderen Erscheinungen des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Lebens der westlichen Welt der letzten mindestens hundert Jahre, die hier genannt werden könnten.

Das Beispiel der aschkenasischen Juden macht deutlich, daß tatsächlich innerhalb von tausend Jahren Humanevolution stattfinden kann mit Ergebnissen, die deutlichen Einfluß auf die kulturelle Gestaltung des menschlichen Gemeinschaftslebens haben.

Der Soziobiologe Kevin MacDonald hat nun vorgeschlagen, daß eine solche Art von Humanevolution wie beim aschkenasisch-jüdischen Volk auf einer mehr oder weniger bewußten "gruppenevolutionären Strategie" beruht. Und der junge amerikanisch-jüdische Journalist Joey Kurztman ist - ohne Zweifel zusammen mit anderen modernen Juden - der Meinung, daß Kevin MacDonald die gegenwärtige Situation und historische Entwicklung des aschkenasischen Judentums in vielen Zügen richtig beschreibt.

Ich halte es auch für sehr bemerkenswert, daß die "Anti-Defamation-League" in den USA gleich nach Erscheinen der Bücher von Kevin MacDonald mehrere umfangreiche kritische Untersuchungen zu seinen Büchern in Auftrag gab, davon aber niemals etwas veröffentlichte, anstellen dessen aber - sozusagen - "grünes Licht" gab (d.h. freundliche Worte fand) für die parallele Studievon Gregory Cochran und Henry Harpending über die Evolution des aschkenasischen Intelligenz-Quotienten.

Im aschkenasischen Judentum ist also eine große Bereitschaft vorhanden, sich mit diesen Gedanken auseinander zu setzen und hier könnten viele bekannte Namen genannt werden (etwa Steven Pinker, Deborah Lipstadt, Abraham Foxman usw. usf.). So wird Joey Kurtzman nur etwas aussprechen, was auch viele andere denken werden, wenn er das Lesen der Bücher Kevin MacDonalds empfiehlt und dazu erläuternd sagt (in Übersetzung):

"... Juden benutzen natürlich nicht den Begriff 'gruppenevolutionäre Strategien'. Aber ich vermute, Kevin MacDonald würde sagen, daß in dem Ausmaß, in dem wir versuchen, auf Wegen zu handeln, die 'gut für die Juden' sind, oder auf denen wir arbeiten, um 'jüdische Kontinuität' sicherzustellen usw., daß wir dabei jene 'gruppenevolutionäre Strategie' (GES) verfolgen, die er behauptet. Für Juden, die diese Dinge sehr bewußt machen - und das sind sehr viele von uns, eingeschlossen meiner selbst - ist die Absicht eine ehrliche. Wie diese Strategie nun aufrecht erhalten wird? Nun, Kevin MacDonald weiß, daß es keine 'Weisen von Zion'-artigen Versammlungen gibt in einem Keller irgendwo in Brüssel oder in Borough Park (Broklyn, New York), in denen Juden ihre gruppenevolutionären Strategien organzisieren. Aber er sieht bestimmt eine wichtige Rolle für die jüdische Führung in all dem. Von den etwa 15 Millionen Juden in der Welt arbeitet nur ein sehr kleiner Anteil in jüdischen Organisationen. MacDonald behauptet, daß diese kleine Gruppe der organisierten Juden versucht, gemeinschaftliche Ziele unter der restlichen jüdischen Population zu verbreiten. Und natürlich stimmt all das - in offensichtlichster Weise. Jeder, der große jüdische Organisationen kennt, weiß, daß sie unglaublich hart arbeiten, um unter jungen Juden ein Gefühl für das jüdische Volk zu verbreiten und eine Verbundenheit mit gemeinschaftlichen Zielen."

Richard Dawkins weist ja ebenfalls in seinem neuen Buch "God Delusion" darauf hin, daß die aschkenasischen Juden noch heute herausstechen aus anderen Völkern in ihrer vergleichsweise geringen Geneigtheit, "gemischt-konfessionelle" Ehen einzugehen. Dies wäre sicherlich ein Hinweis darauf, daß die Arbeit der großen jüdischen Organisationen nicht ganz erfolglos ist.

Und Joey Kurtzman ist keineswegs der einzige Jude heute, der sich sagt: Warum sollen "gruppenevolutionäre Strategien", die über tausend Jahre lang humangenetisch erfolgreich gewesen sind, nicht auch weiterhin evolutionär gut und erfolgreich sein?

Die aschkenasischen Juden gelten derzeit als eine "Modellpopulation" für die genetische Forschung. Sollte es nicht naheliegend sein, sie auch ganz allgemein als ein denkbares Modell für künftige Humanevolution zu betrachten?

Das würde dann auch für andere Völker heißen, daß sie "gruppenevolutionäre Strategien" verfolgen würden, daß sie in ihrem eigenen Handeln danach fragen würden, was "gut ist für" - in unserem Fall - "die Deutschen" (und entsprechend: "die Finnen", "die Briten", "die Inuit" etc. pp.). Daß man also danach fragt: Was stellt die (genetische) Kontinuität eines (vor allem auch: meines) Volkes sicher? Wer die kulturelle und genetische Kontinuität eines Volkes bewußt untergräbt oder zerstört, begeht nach unseren modernen Rechtsgrundsätzen Völkermord. Da ist es naheliegend zu sagen, daß das gegenteilige Verhalten das nur allerbeste im Sinne von Humanevolution erachtet werden kann.

Und dementsprechend sind ja auch Eide und Gelöbnisse von Politikern und Soldaten traditionellerweise vor allem auf das Wohlergehen des eigenen Volkes bezogen. Wir haben von einem solchen Standpunkt aus viel Verständnis für die Überlebensinteressen kleiner oder größerer Völker oder Stämme in der Welt. Die kulturelle Vielfalt der Völker, ihrer Sprachen und Kulturen wird selbstverständlich als ein Wert angesehen. Wenn man nun noch einige moderne Erkenntnisse der Humangenetik dazu nimmt, die aufzeigen, daß (Human-)Evolution in wesentlichen Merkmalen Gruppen-Evolution ist, könnte auch das Berücksichtigen dessen, was "gut ist" für uns, "für die Deutschen", für ihre kulturelle und genetische Identität, ein wichtiges Handeln im Sinne künftiger Humanevolution darstellen.

Es geht mir in diesem Beitrag nur darum, diesen Gedanken überhaupt einmal zu formulieren, zur Diskussion zu stellen. Denn ich halte es schon fast für krass merkwürdig, daß im deutschen Sprachraum derartige Implikationen moderner Humangenom-Forschung mit tiefstem Stillschweigen bedeckt werden, gar nicht diskutiert werden. Dabei gibt es ja wohl kaum Naheliegenderes als sich mit solchen brisanten Gedanken zu befassen. Steven Pinker nannte sie die "gefährlichsten" der nächsten zehn Jahre.

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