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Mittwoch, 2. Juli 2008

Monatliche Besucherzahlen wieder auf Höchststand: 2.500

Vor einem guten halben Jahr (am 24. November 2007), fühlte sich "Studium generale" aufgrundseiner sinkendenden Besucherzahlen von Google "vergoogelt und veräppelt". Und noch vor zwei Wochen glaubte es, an seinem Urteil nichts ändern zu können, ergaben doch die Besucherzahlen vor zwei Wochen, am 16.6., noch folgenden Jahres-Rückblick:

Aber heute, oh, Wunder, was ist geschehen?:

Da sieht man zunächst mal, was unterschiedliche Grafiken auch am optischen Eindruck verändern können. Aber dennoch: Der Juni 2008 endet besucherzahlenmäßig nun überraschenderweise noch stärker als der Juli vorigen Jahres, nämlich mit dem zweitbesten Monatsergebnis von "Studium generale" bislang überhaupt: 2.500 Besucher. Nur im Juni letzten Jahres, kurz vor dem Einbruch Ende Juli, gab es monatlich noch mehr: 3.000. Wie sich das wohl erklären läßt?

"Weltmacht Google"

Warum gerade im Sommer, wo die Leute doch gar nicht hinterm Bildschirm hocken (sollen). Außerdem haben die Aktivitäten auf "St. gen." in den letzten Monaten eher ab- als zugenommen. Man vergleiche doch nur die Zahl der Beiträge vom April, Mai und Juni 2007, nämlich 67, 72 und 112, mit der Zahl der Beiträge im April, Mai und Juni 2008, nämlich: 4, 12 und 9.

Wenn es also nicht an der Quantität liegen kann, liegt es möglicherweise an der gestiegenen Qualität der Beiträge? Man möchte es sich ja gerne einreden ... Die Kommentar-Häufigkeiten sind aber auch drastisch gesunken. Dennoch steigen die Besucherzahlen.

Oder hat man allgemein gemerkt, daß es nur wenig Sinnvolleres im Netz zu lesen gibt, als Wissenschaftsblogs? Nachdem es die neuen Wisseschaftsblog-Portale von Scienceblogs.de und Scilogs.de gibt? (Die - wie man finden kann - nicht immer so spannende Themen haben wie "St. gen.".)

Aber man sollte auch sein Mißtrauen gegenüber den Schräubchen-Drehern der Weltmacht Google nicht so leicht zurückfahren. Merkwürdig ist das schon. Im letzten Jahr muß irgendwann Ende Juli etwas recht Einschneidendes bei denen passiert sein. Und nun scheint in diesem Jahr Ende Juni wieder etwas Ähnliches passiert zu sein, so drängt sich zum wenigsten die Vermutung auf.

Blog-Geschichte

Noch einmal zur Rekapitualtion die Geschichte der Besucherzahlen von Beginn des Blogs "Studium generale" im Januar 2007 an. Das war (aus dem Beitrag vom 4. Juni 2007) in der ersten Jahreshälfte 2007 ein ganz rasanter Anstieg.

Das waren noch Zeiten, solche Wachstumsraten ...:

Und dann folgte der - erst im November monierte - überraschende Einbruch Ende Juli 07 (Grafik aus dem Beitrag vom 24. November 2007):

Samstag, 16. Februar 2008

Neue Religiosität

Meine Forschungen zur Beeinflussung der Geburtenrate durch die "Lebensreform-Bewegung" und durch "Neue Religiosität", das heißt, zum demographischen "Wettbewerb der Religionen" (Stud. gen. 1, 2), darunter neuerdings als erste Fallstudie zu den Anthroposophen (Stud. gen. 1, 2, 3), veranlassen mich, die Beiträge hier auf dem Blog detaillierter zu ordnen und zu kategorisieren und dazu eine neue Katergorie einzuführen, benannt ---> "Neue Religiosität". Diese Kategorie orientiert sich an den Themen des "Arbeitskreises zur Geschichte neuer Religiosität im 20. Jahrhundert", gegründet von Prof. Stefanie von Schnurbein und Dr. Justus H. Ulbricht. (siehe Stud. gen.). *)

Aber derartige Dinge veranlassen einen doch weiterzudenken: Wie ordnet sich eigentlich ein solches Phänomen wie "Neue Religiosität", von dem ich - im Prinzip - glaube, gezeigt zu haben, daß es dazu befähigt ist, ein neues "demographisches Regime" zu etablieren (also eine neue "Bevölkerungsweise" im Sinne von Gerhard Mackenroth), wie ordnet sich ein solches Phänomen in die geschichtliche Entwicklung etwa der letzten 400 Jahre ein? Ich ordne die wesentlicheren geistigen Tendenzen der letzten 400 Jahre, die zeitlich nacheinander aber auch parallel und sich gegenseitig ergänzend und abstoßend das Denken der aufgeweckteren Menschen ihrer Zeit bestimmten, in der Weise, daß ich sage:

Auf das Vorherrschen eines äußerst erfolgreichen alten "religions-demographischen Regimes" (einer religiös bestimmten und durch Religion stabilisierten "Bevölkerungsweise") folgte geschichtlich gesehen eine lange, schwierige Phase von Versuchen und Mißerfolgen, um auf die modernen gesellschaftlichen Entwicklungen in allen Bereichen von Theorie und Praxis neue religiöse, philosophische und weltanschauliche Antworten zu geben. Das heißt, es fand und findet Selektion statt auf Gen- und Mem-, sowie auf individueller und Gruppenebene, wobei die "evolutionär erfolgreiche Anpassung" mehr oder weniger eindeutig gelingt oder mißlingt. Den Atheisten weltweit ist sie bislang jedenfalls eindeutig mißlungen. Und dabei (und dadurch) kam es auch zu den "Urkatastrophen" des 20. Jahrhunderts, zu denen nun zuletzt auch der demographische Niedergang der westlichen und verwestlichten Gesellschaften unserer Zeit gezählt werden muß.

Atheismus bewirkt den demographischen Niedergang

Eine solche Gruppierung wie die der Anthroposophen zeigt aber nun - zumindest für mich - auf, daß es prinzipiell möglich ist - und deshalb sicherlich mit geschichtlicher Notwendigkeit früher oder später günstigstensfalls auch geschehen wird und muß -, daß sich durch die Ausbreitung "Neuer Religiosität" (also neuer "Meme") in westlichen und verwestlichten Gesellschaften sich ein neues "religions-demographisches Regime" etabliert, das befähigt ist, die kulturelle Entwicklung der westlichen Gesellschaften der letzten 400 Jahre weiterzuführen, statt sie zusammenbrechen und beenden zu lassen. Dies wäre die erforderliche "Mindestproduktion innovativen Wandels", die es nach Joseph A. Tainter geben müßte, um komplexe, arbeitsteilige Gesellschaften vor dem Zusammenbruch zu bewahren und ihre Fortexistenz sicherzustellen. (Stud. gen.-Buchhandlung)

Es wäre ja doch ein hochgradiger Widersinn, daß es eine Wiederbelebung geschichtlich und geistig längst überwundener Formen von Religiosität sein sollte, die die westlichen Gesellschaften vor dem demographischen Zusammenbruch retten könnte. Daß darauf derzeit noch so viele Menschen starren und hoffen, zeigt das ganze Ausmaß an geistiger Unflexibilität unserer Zeit auf. - Jedenfalls: Aus solchen und weiteren Überlegungen ergäben sich grob die folgenden fünf Phasen in der "religions-demographischen Geschichte Europas" der letzten 400 Jahre:

1. Vor 1600: Das Vorherrschen "alter Religiosität" (des Christentums).

2. Seit etwa 1600: Kritik an der alten Religiosität (also die "Religionskritik" seit der "Aufklärung" bis zum Bestseller "Gotteswahn" von Richard Dawkins).

3. Seit etwa 1750: In der städtischen Bildungsschicht erste und vielfältige Artikulationen eines vollwertigen Ersatzes für die alte Religiosität (siehe etwa: Giordano Bruno, Naturwissenschaft, französische "Vernunftreligion", deutsche Klassik, deutscher Idealismus, deutsche Romantik - insbesondere Friedrich Hölderlin -, künstlerisches und kulturelles Schaffen in Europa etwa zwischen 1750 und 1950, umfassendere Lebensreform-Bewegungen im 20. Jahrhundert)

4. Seit etwa 1917: entseelte und zutiefst unmoralische Versuche der Etablierung von Lebensreform und "neuer Religiosität" durch die "politischen Religionen" des 20. Jahrhunderts: Kommunismus, Nationalsozialismus, Kapitalismus, Neoliberalismus und Atheismus, sowie moderne, gänzlich entseelte und moralisch völlig verflachte Entwicklungen auf allen Gebieten der Kultur und des Alltagslebens.

5. Seit etwa 1920 (und in starker Reaktion auf 4.): "Neue Religiosität" auf der Grundlage eines konsequent naturalistischen Weltbildes aber bei gleichzeitigem Leben und Formulieren einer mindestens hinlänglich vorbildlichen Moral und Ethik ("Prinzip Verantwortung"). (In vielerlei Ansätzen zu finden bei: Anthroposophen, Wandervögeln, bei Werner Heisenberg, Albert Einstein, Hans Jonas, Nicolai Hartmann, Konrad Lorenz, Adolf Portmann, Sigrid Hunke, Dieter Henrich, Hoimar von Ditfurth, Paul Davies, Richard Dawkins, David Sloan Wilson, Edward O. Wilson, John Leslie und vielen anderen mehr.)
____________

*) Gleichzeitig habe ich die Kategorie "Monotheismus" umbenannt in "Alte Religiosität [Monotheismus]" und die inzwischen zur Allerwelts-Kategorie aufgeblähte Kategorie "Religiosität" entschlackt und unbenannt in "Religiosität allgemein".

Montag, 31. Dezember 2007

Die Themenfelder dieses Blogs - seine inhaltliche Gliederung im Überblick

Einen Überblick gewinnen bei über 600 Einträgen pro Jahr hier auf dem Blog? - Um das zumindest zu erleichtern soll hier der Versuch gemacht werden, eine grobe thematische Gliederung der behandelten Themen zu geben anhand der Schlagworte ("Labels", Kategorien), die auch in der rechten Seitenspalte - aber dort nur rein alphabetisch - angeordnet sind und dort aufgerufen und durchgeblättert werden können. Eine weitere Möglichkeit, sich über die Themengliederung zu informieren, besteht in Form unseres Bücherangebotes.

1. Themenfeld: Arbeitsteilige Gesellschaft und Verwandten-Altruismus

Dies ist das wichtigste Thema dieses Blogs. Die (wenigen) schwergewichtigsten Beiträge sind deshalb unter dem Schlagwort Arbeitsteilige Gesellschaft und Verwandten-Altruismus zu finden; dazu ergänzend und erläuternd: Altruismus, commitment, Boshaftigkeit, Soziobiologie, Gruppenselektion, Gruppenspsychologie, Prägung, Kulturpsychologie, Muttersprache, Sprachevolution, Nationalcharakter, Verwandtenerkennung, Kevin MacDonald, Eckart Voland, Edward O. Wilson, Robin Dunbar, Arbeitsteilige Gesellschaft, Agrargeschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte; schließlich: Evolutionäre Ästhetik, Evolution der Lebensphasen, Geschlechterpsychologie, Konrad Lorenz, Psychologie, Staatenbildende Insekten, Territorialverhalten, Verhaltensforschung, Dritte Kultur, Darwinischer Konservatismus

2. Themenfeld: Religiosität

Dies ist das zweitwichtigste Thema dieses Blogs. Schlagworte (Kategorien, "Labels"): Neue Religiosität, Evolution der Religiosität, Lebensreform, Alterstod, (Un)Sterblichkeit, Philosophie, Philosophie der Biologie, Philosophie der Kultur, Religiosität allgemein, Alte Religiosität (Monotheismus), Richard Dawkins, Säkularisierung, Ethik, Buddhismus, Feiergestaltung, Konversion, Täuschung und Selbsttäuschung, William Sargant, Thomas Metzinger

3. Themenfeld: Humangenetik

Auch dieses Themenfeld kann vollständig nicht ohne die beiden vorigen Themenfelder betrachtet und behandelt werden. Schlagworte: Jüngstselektierte Gene, Humanevolution, Humangenetik, Populationsgenetik, Menschenrassen, Aussterbe-Ereignis, Ethnogenese, Inzucht, Hautfarbe, Erbkrankheiten, Medizin, Verhaltenshormone, ADHS, Intelligenz, J. Philippe Rushton, Gregory Clark, Haplogruppen, Molekulare Uhr, ancient DNA

4. Themenfeld: Bevölkerungsentwicklung, Familienpolitik, Gesellschaftsreform

Und auch die weiteren Themenfelder stehen alle in engen Verflechtungen mit den vorigen und untereinander. Schlagworte: Kinder, Kinderpsychologie, Elternschaft, Daseinskompetenzen, Bevölkerungsentwicklung, Familienpolitik, Gesellschaftsreform, Umverteilung, Zorn und Stolz in Theorie und Praxis

5. Themenfeld: Weltgeschichte

Weltgeschichte, Archäologie, Jäger und Sammler, Eiszeitjäger, Neolithikum, Indoeuropäer, Bronzezeit, Antike, Frühmittelalter, Wikinger, Frühe Neuzeit

6. Weitere Themen

- Geographie, Völkerkunde, Afrika, Mittlerer Osten, Ostasien, Südasien, Amerika

- Physik, Weltall, Kristalle, Evolution, Simon Conway Morris, Konvergente Evolution, Artbildung, Ein- und Vielzeller, Vögel, Säugetiere, Buntbarsche, Physiologie

- Allgemeines, Scienceblogs, Kommunikation, akademisches Leben, Video, Kulturdigitalisierung, Kunst und Literatur, Musik, Schönheit in der Kultur, Schönheit in der Natur, Bedeutende Persönlichkeiten, Freiheit, Zeitgeschichte, Zeitgeschichte in Ton und Bild (Video's), Globalisierung, Gewalt und Krieg, GfbV, Public Relations-Industrie, Politik, Umweltschutz, Ostdeutschland vor 1945

Letzte Überarbeitung: 30.8.2008
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