Sonntag, 16. September 2007

Das Römerlager bei Hedemünden an der Werra (9 v. - 9 n. Ztr.)

Neben der Entdeckung des Ortes der Schlacht im Teutoburger Wald (9 n. Ztr.) (siehe vorvoriger Beitrag) hat es in den letzten Jahren noch andere bedeutsame Neuentdeckungen zu dieser Zeit gebeben. So wurde jüngst bei Hedemünden, einem Ort zwischen Kassel und Göttingen ein Römerlager zum Schutz einer Furt (Flußübergang) über die Werra entdeckt. Hier sind inzwischen ebenfalls hunderte von Fundobjekten geborgen worden, wie der Anschlagtafel im dortigen Wald zu entnehmen ist:


Wenn man auf der A 7 durch das bergige Gebiet zwischen Kassel und Göttingen fährt, kommt man über die imposante, hohe Autobahnbrücke über die Werra (Wikipedia). Gleich hinter der Brücke zieht sich rechterhand ein bewaldeter Bergrücken am Nordufer der Werra entlang nach Osten, auf dem sich heute in einem Kilometer Entfernung von der Autobahn entfernt die Wallreste eines großen römischen Marschlagers befinden:

Mit Fahrrad-Wegweisern ist diese archäologische Stätte vom Ort Hedemünden ausgeschildert. Man fährt am nördlichen Ortsrand an einem großen Sägewerk vorbei.

Google Earth hat in hellen Linien schon die Umrisse der römischen Wallreste auf dem heute bewaldeten Bergrücken eingezeichnet.

Hier die dort aufgestellte Tafel:

Und hier die Übersichts-Skizze dieser Tafel:

Man achte insbesondere auch auf "Lager IV", dessen Wallreste sich den Bergabhang hinab fast bis an den heutigen Ortsrand von Hedemünden und bis an den Rand der heutigen Bundesstraße (B 80) hinziehen.

Hier ein Eindruck von den deutlich sichtbar sich durch den Wald ziehenden Wallresten:


Vom östlichen Waldrand (und Lagerrand) aus kann man (heute) in der Ferne in Richtung Norden die Autobahn sehen, die sich durch das bergige Land nach Osten Richtung Göttingen schlängelt:


Hier noch eine Übersichtskarte:

Hier die Rekonstruktion eines Eingangstores dieses großen Lagers, aus dem eine römische Stadt wie in Regensburg, Augsburg, Mainz oder Köln hätte entstehen können, wenn die Römer dauerhaft in diesem Land hätten siedeln können:

Ein Blick (über Lager IV hinweg) hinunter zur ehemaligen Werra-Furt:

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