Donnerstag, 24. Mai 2007

Unwort des Jahres

"Studium generale" erklärt hiermit zum Unwort des Jahres:

Frühkindliche Bildung.

Es ist unglaublich, was sich Politiker alles herausnehmen und behaupten zu wissen, was gut sei für Kinder. Jetzt behaupten sie auch noch, Krippenbetreuung sei besser als häusliche Betreuung. Jetzt soll "Integration" schon in den ersten drei Lebensjahren in der Kinderkrippe anfangen. Als "Bildung". Unglaublich. Es ist kaum vorstellbar, daß Menschen, die so reden, noch irgendwelche humanen Gefühle gegenüber Kindern haben.

Hier wird deutlicher als jemals offenbar, wohin Atheismus führt (Spiegel):
Städtetags-Geschäftsführer Stephan Articus, etwas gewunden: "Im Hinblick auf das Ziel, dass man Defizite in der frühkindlichen Bildung verhindern will, herrschte mehrheitlich eine gewisse Skepsis in Bezug auf die Wirkung des Betreuungsgeldes."
Was für ein Wahnsinn. Diese Selbstverständlichkeit, mit der sich dieses Unwort in der Sprache der Polit-Manager Deutschlands schon eingebürgert hat.
Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) in der "Zeit": Ein monatlicher Zuschuss für Eltern, die sich zu Hause um ihr Kind kümmern, "scheint mir geradezu eine Prämie für Frauen zu sein, die ihrem Beruf fernbleiben".
- Ja, was glauben denn Sie? Diese Prämie haben sie auch bitter nötig. Man glaubt es nicht.

Aber das Allerschlimmste ist, daß auch Edmund Stoiber dieses Unwort benutzt - man glaubt immer erst, man würde falsch lesen:
"Die Zahlung verhindere nicht die frühkindliche Bildung in den Krippen ..."
Komplett weggetreten. Eine Gesellschaft, die solch einen Sprachgebrauch unwidersprochen hinnimmt.

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